

6 marca 2025
Fallen bei Incoterms – was Sie wissen müssen, um Fehler im internationalen Handel zu vermeiden
Fallen bei Incoterms – was Sie wissen müssen, um Fehler im internationalen Handel zu vermeiden
Der internationale Warenhandel ist ein komplexer Prozess, bei dem sowohl Verkäufer als auch Käufer die Unterschiede in den Verantwortlichkeiten für Transport und Zollabfertigung genau kennen müssen. Eine zentrale Rolle spielen die Incoterms 2020, die genau festlegen, wer für Transport, Versicherung, Zollabfertigung und andere Aspekte der Transaktion verantwortlich ist.
Trotz ihrer weit verbreiteten Anwendung gibt es viele Fallstricke, die zu Missverständnissen oder finanziellen Verlusten führen können. Daher ist es wichtig, die Incoterms-Regeln genau zu verstehen, um zusätzliche Kosten und rechtliche Risiken zu vermeiden.
Als führende Zollagentur aus Polen mit umfassender Erfahrung in Transport, Spedition und Zolllogistik zeigen wir Ihnen die häufigsten Probleme auf und geben Ihnen wertvolle Tipps zur Vermeidung von Fehlern.
- DDP (Delivered Duty Paid) – die gesamte Verantwortung liegt beim Verkäufer
Die Incoterms-Klausel DDP (Delivered Duty Paid) gehört zu den am häufigsten verwendeten im internationalen Handel. Sie bedeutet, dass der Verkäufer die gesamte Verantwortung für den Transport der Ware bis zum Bestimmungsort im Käuferland übernimmt, einschließlich Zollabfertigung und Zahlung aller Abgaben (Zölle, Steuern, einschließlich Mehrwertsteuer).
Problem:
Obwohl diese Bedingungen für den Käufer vorteilhaft erscheinen, sind viele Verkäufer nicht darauf vorbereitet, die Zollabfertigung im Importland vollständig zu übernehmen. Dies kann zu Verzögerungen, unerwarteten Kosten und fehlenden Zolldokumenten führen.
Tipp:
Auch wenn der Verkäufer die Zollabfertigung übernimmt, sollte der Käufer die Zolldokumente sorgfältig prüfen, um sicherzustellen, dass die Transaktion den geltenden Vorschriften entspricht. Zudem sollte der Verkäufer über eine Registrierung im Importland verfügen, da sonst zusätzliche Kosten und Probleme entstehen können.
- DAP (Delivered at Place) – der Käufer trägt die Verantwortung für die Zollabfertigung
Bei DAP (Delivered at Place) trägt der Verkäufer die Kosten und Risiken für den Transport bis zum Bestimmungsort im Käuferland. Die Zollabfertigung sowie die Zahlung von Zöllen und Steuern liegen jedoch in der Verantwortung des Käufers.
Problem:
Obwohl der Käufer mehr Kontrolle über die Zollabfertigung hat, kann ein falsch ausgefülltes Zolldokument (z. B. fehlende T1- oder T2-Erklärung) dazu führen, dass die Ware von den Zollbehörden gestoppt wird. Das kann zu Lieferverzögerungen, zusätzlichen Kosten oder sogar Strafgebühren führen.
Tipp:
Beim Kauf unter DAP-Bedingungen sollte der Käufer die gelieferten Dokumente genau prüfen und sicherstellen, dass alle Zolldokumente vollständig sind. Es ist ratsam, einen erfahrenen Zollagenten hinzuzuziehen, um Probleme zu vermeiden.
- „Gray Customs“ – Risiko unvollständiger Zolldokumente
Ein großes Risiko im internationalen Handel ist das sogenannte „Gray Customs“. Dabei handelt es sich um Situationen, in denen Waren ohne vollständige Zollabfertigung importiert werden. Dies kann beispielsweise auftreten, wenn Verkäufer aus Drittländern wie China nicht über eine offizielle Zollregistrierung in der EU verfügen.
Folgen:
In einem solchen Fall kann der Käufer unerwartet zur Zahlung von Zöllen und der Mehrwertsteuer verpflichtet werden. Zudem besteht das Risiko, dass die Ware vom Zoll festgehalten wird, bis alle Dokumente nachträglich vorgelegt werden.
Tipp:
Käufer sollten immer vor dem Kauf prüfen, ob der Verkäufer in der Lage ist, die korrekte Zollabfertigung durchzuführen. Unsere polnische Zollagentur bietet Ihnen die Sicherheit, dass alle Zolldokumente und Verfahren den EU-Vorschriften entsprechen.
- T1 und T2 – entscheidende Dokumente für den richtigen Transport
Besonders bei internationalen Lieferungen innerhalb und außerhalb der Europäischen Union sind die Dokumente T1 und T2 entscheidend:
- T1: Wird für Waren verwendet, die sich im Transit durch die EU befinden.
- T2: Gilt für Waren im freien Verkehr innerhalb der EU.
Fehlende oder falsche Transitdokumente können zu Verzögerungen, zusätzlichen Kosten oder einer Verzollungspflicht für den Käufer führen.
Tipp:
Sowohl Verkäufer als auch Käufer müssen sicherstellen, dass die richtigen Zoll- und Transportdokumente vorliegen. Als spezialisierte Zollagentur aus Polen unterstützen wir unsere Kunden bei der korrekten Ausstellung von T1- und T2-Dokumenten und sorgen für einen reibungslosen Ablauf.
Fazit: So vermeiden Sie Fallstricke bei Incoterms 2020
Die Incoterms 2020 bieten eine wertvolle Orientierung im internationalen Handel, bergen jedoch auch Risiken – insbesondere im Bereich der Zollabfertigung. Egal, ob die Verantwortung für Transport, Versicherung oder Zölle beim Verkäufer oder Käufer liegt, beide Parteien müssen sich der möglichen Risiken bewusst sein und die gesetzlichen Vorschriften einhalten.
Um Fehler zu vermeiden, sollten Sie:
Die Incoterms 2020 genau verstehen, um Ihre Verantwortlichkeiten zu kennen.
Zolldokumente vorab prüfen, um Verzögerungen und zusätzliche Kosten zu vermeiden.
Gray Customs vermeiden und sicherstellen, dass der Verkäufer eine ordnungsgemäße Zollabwicklung durchführen kann.
Einen erfahrenen Zollagenten wie uns konsultieren, um einen sicheren und effizienten Transport zu gewährleisten.
Als führende polnische Zollagentur mit umfassender Erfahrung in Zollabfertigung, Transport und Logistik bieten wir Ihnen einen professionellen Service, der Sie vor finanziellen Verlusten und Zollproblemen schützt.
Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung – wir helfen Ihnen, den internationalen Handel sicher und effizient zu gestalten!
PKS International CARGO S.A. – Mit uns überschreiten Sie Grenzen!
Komplette Zoll- und Logistikdienstleistungen auf höchstem Niveau!